Guten Morgen Hotels, warum schlaft ihr noch?

Leidensweg einer “mobile” Customer Journey einer Hotelbuchung

So schön Bahnfahren auch ist, manchmal kann es auch anstrengend sein. Gerade im Winter, wo die Technik anscheinend öfter versagt…

Ich plante eine Reise von München nach Berlin mit Übernachtung in Leipzig, da ich erst gegen 19 Uhr aus der bayrischen Landeshauptstadt loskam. Mein Zug war ein Ersatzzug und entpuppte sich als IC der 80er Jahre. Gebucht war ICE. Der Zug konnte erst verspätet losfahren und musste auf der Stecke sehr langsam fahren, da Gegenstände auf den Gleisen gemeldet wurden. So entschied ich mich für eine Umplanung der Tour mit Übernachtung in Nürnberg.

Mobile Internetverbindung oft mangelhaft

Jetzt steht man irgendwo zwischen München und Nürnberg und wundert sich, dass kaum eine Netzverbindung möglich ist. Obwohl das iphone fast volle Feldstärke anzeigt und das EDGE Symbol leuchtet kam ich mit dem Macbook nicht ins Internet über o2.

So nutzte ich den Browser des Mobiltelefons und gab motelone.de sein.

Mobile Website von motelone.deEs begrüßte mich schnell eine mobile optimierte Seite mit einem Popup Fenster, dass ich die App herunterladen soll. Leider macht das wenig Sinn, da ich froh war, dass ich überhaupt Datenempfang hatte. Das Popup irritierte mich auch, da nicht eindeutig klar war ob ich jetzt nur über die App an meine Daten kam. Glücklicherweise versteckte sich ein kleines „Schließen“ Kreuz an der Seite und weiter ging es.

Die Mobile Version ist bis auf ein paar kleine Usability Probleme brauchbar. Jedoch war kein Zimmer mehr frei. Nun hilft es oft einfach mal anzurufen und nachzufragen ob das tatsächlich so ist. Oftmals gibt es noch freigehaltene Kontigente. Leider ist es nicht so einfach die Telefonnummer herauszufinden. Da die Zeit knapper wurde entschied ich mich nach einer Alternative zu suchen und gab hrs.de ein.

Auch interessant, dass man immer das nutzt was man kennt. Es gibt bestimmt auch noch andere gute Hotelsuchmaschinen, jedoch hatte ich hiermit bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

Oder gleich zum Vergleichsportal?

Mobile Website von hrs.deHRS macht hier schon einiges besser. Die Seite war schnell geladen und wirkte von der Darstellung sehr professionell. Hier fiel mir ein Hotel auf was eine Übernachtung für 39,- EUR anbot. Da ich nicht wusste wie stabil die Verbindung war und auch eine Buchung über das Touch-Display mühsam erschien wählte ich den „Old-School“ Ansatz und wollte telefonisch buchen.

Da hrs keine Telefonnummer anzeigt, ging ich über die Google Suche. Das Hotel war schnell gefunden, jedoch war die Seite alles andere als Benutzerfreundlich. Anscheinend hatte sich dort noch keiner Gedanken gemacht, dass andere Nutzer auch per Mobiltelefon auf die Seite zugreifen.

“Oldschool Anruf”

So fand ich die Telefonnummer nur im Impressum und dass war auch noch die falsche Nummer. Das Hotel hatte zwei Häuser in Nürnberg und diese Nummer führte zum Stammhaus.

Nach ein paar Anrufen ging auch jemand ans Telefon und nannte mir die richtige Nummer. Dort rief ich gleich an und wollte telefonisch buchen. Das ging auch, allerdings war jetzt der Preis um 10 EURO teurer…

Die nette Telefonistin sagte mir, dass diese Preise nur über die Portale zu beziehen sein. Das soll jetzt mal einer verstehen. Die Hotels zahlen an Hotelsuchmaschinen bis zu 20% Provision und dann gibt diesen Preis noch nicht einmal über die normale Anfrage?

So wartete ich bis zum Bahnhof Nürnberg wo ich dann über das Macbook eine einer stabilen UMTS Verbindung die Hotelbuchung durchführte. Dank der Navigationsfunktion des Handys war ich dann auch zu Fuß in 20 Minuten am Hotel. Hier war ich positiv überrascht. Fairer Preis und ein tolles Zimmer mit Masionette Schlafzimmer.

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Über Carsten Appel

Carsten Appel ist Geschäftsführer der sitefuchs GmbH aus Rostock und Dozent für Online Marketing an der Uni Rostock im Bereich der Erwachsenenweiterbildung. Twitter Profil
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