Empfehlungsmarketing im Social Web (Teil 2)

In meinem ersten Teil “Empfehlungsmarketing im Social Web” bin ich bereits auf die Gründe eingegangen, warum Unternehmen dem Empfehlungsmarketing mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Nun möchte ich auf die Rolle der Mitarbeiter im Empfehlungsmarketing eingehen, sowie interessante Social Media Instrumente vorstellen.

Die Rolle der Mitarbeiter im Empfehlungsmarketing

Für den Erfolg von Empfehlungsmarketing sind nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter des Unternehmens von größter Bedeutung. Gerade die Mitarbeiter sind entscheidend; mit ihnen steht oder fällt das Empfehlungsmarketing.
Daher sollten die Mitarbeiter stets in das Gesamtkonzept des Empfehlungsmarketing mit einbezogen werden und in der Lage sein, sich mit dem Unternehmen identifizieren zu können. Freiraum zur Entfaltung und Weiterentwicklung sollte ebenfalls gewährleistet werden, damit Mitarbeiter die Chance haben ihre Ideen einzubringen und dieses auch ernst genommen werden.
Ebenfalls wichtig ist das Know-How der Mitarbeiter. Diese können in Wikis als Experten auftreten und die Kunden mit ihrer Kompetenz begeistern. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Mitarbeiter die Gelegenheit haben mit Kunden und Netzwerken offen, authentisch und von Mensch zu Mensch zu kommunizieren. Ihnen sollte die Möglichkeit offen stehen, dass sie nicht nur per Telefon und Email, sondern auch über Social Media wie Facebook oder Xing mit ihren Kunden in Kontakt treten zu können. Schulungen können dabei helfen persönlich, authentisch und individuell zu kommunizieren. Floskeln, die seit mehreren Jahren im Unternehmen verwendet werden, sollten vermieden werden, da sie nicht kundenfreundlich sind und dem Unternehmen eine unpersönliche Note verleihen. In Kundengesprächen, und das gilt auch für Gespräche in sozialen Netzwerken, ist es wichtig die verschiedenen Menschentypen zu erkennen. Nur so ist es möglich besser auf diese eingehen zu können.

Empfehlungsmarketing hat jedoch nur eine Chance, wenn die Geschäftsleitung und die Führungskräfte eine tragende Rolle einnehmen. Führungskräfte müssen die Mitarbeiter motivieren und als Vorbild angesehen werden. Erst dann werden sich die Einstellungen auch auf die Mitarbeiter übertragen.

Social Media Instrumente des Empfehlungsmarketing

Vertriebsmitarbeiter haben heutzutage dank Social Media die Möglichkeit Profile in Xing und anderen sozialen Netzwerken anzulegen. So können sie ein Unternehmensprofil als Repräsentationsmöglichkeit nutzen. Mitarbeiter sind somit in der Lage, strategische Netzwerke online und vor allem überregional zu knüpfen. Es gilt besonders viel Wert darauf zu legen, dass die Profile der Mitarbeiter stets glaub- und vertrauenswürdig gestaltet sind. Abläufe auf der Internetseite sowie auf verschiedenen Portalen sollten kundenfreundlich gestaltet sein, sodass Kunden mit wenigen Klicks zu ihren Zielen gelangen. Eine ansprechende Gestaltung der Unternehmenswebseite sowie des Social Media Auftritts ist ebenfalls bedeutsam, da sie Interessenten aus dem Internet holen.
Im Social Web lassen sich besonders Mundpropaganda sowie das sogenannte Buzz Marketing gut einsetzen.

Mundpropaganda
Sobald Informationen und Empfehlungen durch mündliche Weitergabe abgegeben werden, handelt es sich um Mundpropaganda. Diese entsteht meistens, wenn herausragende Informationen, Neuigkeiten oder Ereignisse geschehen, die Menschen begeistern oder empören. Eine interessante Marketingmaßnahme im Social Media Bereich kann demzufolge eine starke Mundpropaganda veranlassen. Unternehmen haben somit die Chance neue Kunden für ihr Unternehmen zu gewinnen. Alles was diese dazu benötigen, ist eine zündende Idee, auf die die Stammkunden und auch Neukunden anspringen werden.

empfehlungen im Social web

Buzz Marketing
Ein Instrument des Empfehlungsmarketings, das das Ziel verfolgt Mundpropaganda auszulösen, ist das sogenannte Buzz Marketing. Buzz Agents werden gegen ein Honorar oder gegen die Vergabe von Gratisprodukten damit beauftragt an öffentlichen Plätzen oder in ihrem sozialen Umfeld positiv über eine zu bewerbende Marke bzw. Produkte, Services oder Unternehmen zu berichten.

Diese Methode kann auch ins Social Web übertragen werden. Auf Facebook, Twitter und anderen Social Media Kanälen kann ein Buzz Agent von seinen positiven Erfahrungen mit einem Produkt erzählen. Vor allem Blog- sowie Foreneinträge eignen sich für das Buzz-Marketing. Generell bietet das Social Web mit seinen vielen Nutzern die ideale Grundlage für diese Art des Empfehlungsmarketing.

Nichts verpassen

Abonniere unseren RSS Feed uns verpasse keine Meldung mehr.

Über Annelie Möller

Annelie Möller ist Online Marketing Managerin der sitefuchs GmbH aus Rostock und hat Medien- und Kommunikationsmanagement studiert.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Reichweite veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: