Content Curation als Werbung in eigener Sache

Eine gute Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, Leser zu binden und sich als Experte für ein bestimmtes Thema zu etablieren, ist ein Blog. Er ist schnell erstellt, mit ein bisschen Mühe auch mit dem ersten Content gefüllt und einsatzbereit. Doch ganz so einfach, wie es klingt, ist es dann doch nicht. Denn einfach nur wahllos irgendwelchen Inhalt hineinstellen, wird angesichts der bereits bestehenden Informationsflut im Internet wenig Beachtung finden. Wer daher einen Blog pflegen möchte, der als eigene Werbung dienen kann, sollte das Thema etwas professioneller angehen.

Filtern und Präsentieren

Wer bloggt muss etwas von einem Journalisten haben. Aus der wahnsinnig großen Flut an Informationen gilt es, das für den Leser interessanteste und wichtigste herauszufiltern und es in einer ansprechenden Form zu präsentieren. Um diese Aufgabe meistern zu können, müssen zuvor jedoch ein paar Fragen geklärt werden, um den Blog in eine bestimmte Richtung lenken zu können und den Grundstein für einen erfolgreichen Blog legen zu können.

Das Thema und die Zielgruppe

Die erste Frage klingt banal, ist aber zunächst die wichtigste, welche sich gestellt werden sollte. Worum soll es in dem Blog gehen? Was ist das Thema? Dies sollte zu Beginn geklärt werden. Denn auch nur so kann herausgefunden werden, wer die zu erwartende Leserschaft sein wird. Nur wer diese kennt, kann auf deren Bedürfnisse eingehen, deren Fragen beantworten und dem Blog so eine Richtung geben. Für Unternehmen heißt das natürlich, das eigene Produkt oder Leistung zu thematisieren und die eigene Zielgruppe anzusprechen. Ein gut gepflegter Blog, welcher die aktuellsten und wichtigsten Informationen zum Thema bereithält, ist eine vielversprechende Möglichkeit sich als Autorität, Experte und erste Anlaufstelle der Information zu etablieren.

Content Curation

Im engen Sinn versteht man unter Content Curation das Sammeln, Ordnen und strukturierte Veröffentlichen von Inhalten, wobei nicht der Sammler sondern der Empfänger im Mittelpunkt steht – Was interessiert ihn? Worüber sollte also geschrieben werden? Da im Internet jedoch eine unüberschaubare Menge an Informationen selbst zu einem speziellen Thema existiert, ist es die Aufgabe eines Blog-„Kurators“ zu filtern und die wichtigsten Informationen aufzubereiten und ansprechend zu präsentieren. Ein großer Dienst für den Leser, dem so die Suche erspart wird und er das Wichtigste auf dem Silberteller präsentiert bekommt.

Blogs pflegen mittels Content Curation

Tipps für ein erfolgreiches Blog-Kuratieren

  • Bei guter Blog-Pflege geht es nicht um das reine Sammeln von Inhalten. Die Schwierigkeit besteht darin, den relevantesten und für die Leserschaft interessantesten Inhalt herauszusuchen. Um dies zu erreichen, muss die abgestimmte Auswahl gründlich recherchiert, organisiert und präsentiert werden.
  • Wie bereits erwähnt, ist es essentiell, seine Zielgruppe und Leserschaft zu kennen. Es sollte sich genügend Zeit genommen werden, sich über deren Bedürfnisse, Probleme und Fragen bewusst zu werden, um diese gezielt beantworten und lösen zu können. Nur so kann auch etwas von Wert für sie präsentiert werden. Zudem hat man auf diese Weise die Möglichkeit, auch andere Interessen der Leserschaft anzusprechen.
  • Die gesammelten Informationen sollten nicht einfach noch einmal gepostet werden, sondern unter einem bestimmten Aspekt (oder auch einer bestimmten Frage der Leser) aufbereitet werden. Natürlich ist auch das Teilen von Links oder Zusammenfassen anderer Posts (unter Angabe der Herkunft) legitim, sollte aber immer mit der Meinung und der Philosophie des Unternehmens übereinstimmen.
  • In diesem Zusammenhang beinhaltet gute Blog-Pflege kein reines Kopieren von Inhalten, sondern viel mehr eine Bezugnahme auf diese. Der ursprüngliche Verfasser sollte durch eine Erwähnung und am besten auch durch einen Link honoriert werden. Oft führt dies auch zu einer Rückverlinkung, was wiederum für mehr Traffic und im besten Fall auch für bessere Rankings sorgt.
  • Ein hilfreicher Tipp kann es sein, anderen Autoritäten zu folgen. Von ihnen kann man gut lernen, welche Quellen und Tools sie nutzen, wie sie arbeiten und vieles mehr.
  • Wichtig ist es für eine erfolgreiche Blog-Pflege auch, eine Strategie zu haben, damit man nicht von der Datenflut erschlagen wird und zu viel Zeit und Geld verschleudert.

Verschiedene Dienste nutzen

Bei der schweren Aufgabe, aktuelle und relevante Inhalte für den Blog und die Zielgruppe zu recherchieren, können unter anderem auch bestimmte Dienste helfen, wie z.B. Storify, Scoop, BagTheWeb oder Storyful. Hier lassen sich zu bestimmten Themen aktuelle Einträge der verschiedenen Social Media-Kanäle finden. Sie helfen dabei, den Überblick zu behalten, was gerade aktuell ist und ermöglichen ein einfaches Teilen und Präsentieren. Wer die Möglichkeit der zusammengefassten Präsentation nicht nutzen möchte, der erhält hier dennoch oft viele nützliche Informationen.

Kein bloßes Zusammenfassen

Ich würde den Begriff der Content Curation nicht so eng fassen, dass es sich dabei nur um das zusammengefasste Präsentieren von Twitter-Verläufen, Facebook-Posts oder Ähnlichem handelt. Ein solches Sammeln, Organisieren und Präsentieren von Informationen sollte nicht nur das Weitergeben von Bildern und Links auf Facebook, Twitter, Pinterest oder in Blogs beinhalten, sondern auch das Aufbereiten, Kontextualisieren und Kanalisieren von Informationen.
Wer schreibt, erfindet das Rad im seltensten Fall neu. Journalismus und das Verfassen von Artikeln für Blogs beinhalten zu einem großen Teil Recherche und das Zusammentragen von Informationen. Diese werden gefiltert und neu zusammengefasst bzw. unter einem bestimmten Aspekt neu beleuchtet. Das Verfassen von Artikeln auf Basis anderer ist also kein Abschreiben (bzw. sollte es das nicht sein), sondern das Aufbereiten von bereits bestehenden Informationen. Ebenso sollte es in einem Blog sein. Es gibt ein bestimmtes Thema in dem Blog und dieses gilt es nun von jeder Seite zu beleuchten und zu versuchen, alle Fragen, welcher der Leser haben könnte, zu beantworten.

Die durchdachte Pflege eines Blogs ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreichen Inbound Marketings, denn eine solche Art des Bloggens schafft einen unwahrscheinlichen Mehrwert für den Nutzer, welcher sich verselbstständigen wird. Mittels ausgewählter und gut präsentierter Information kann man sich als Experte etablieren und so erste Anlaufstelle werden, wenn sich ein potenzieller Kunde über ein bestimmtes Thema informieren möchte. Ein guter Blog birgt daher ein großes Potenzial und ist Werbung in eigener Sache.

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Über Nadine Näser

Nadine Näser ist Mitarbeiterin der sitefuchs GmbH in Rostock im Bereich Online Marketing.
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