5 Gründe für den Einsatz von Social Commerce

Soziale Netzwerke sind schon seit längerer Zeit nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Ganz selbstverständlich besuchen wir mehrmals am Tag Facebook und andere Social-Media Netzwerke. Doch nicht nur wir als Privatpersonen können sich dort präsentieren, auch für Unternehmen bietet das Social Web optimale Gelegenheiten näher an Kunden heranzutreten, um potenzielle Kunden zu gewinnen und schließlich auch zu binden. Ein Begriff, der heutzutage in diesem Zusammenhang vermehrt auftaucht ist: Social Commerce.

Persönliche Defintion

Social Commerce mag einigen noch ein relativ neuer Begriff sein; daher möchte ich diesen kurz in meinen eigenen Worten definieren: Für mich ist Social Commerce das Zusammenspiel von Empfehlungsmarketing, CRM 2.0, neuen Verkaufsstrategien und persönlichen Beziehungen im sozialem Netz. Verschiedenste Dinge werden auf sozialen Plattformen ausgetauscht und genauer hinterfragt. Produkte werden gekauft, geliked und empfohlen. All dies geschieht heute nicht mehr in der Kneipe nebenan oder im Sportverein, sondern vielmehr im sozialen Web. Social Commerce beginnt genau dort, wo diese Empfehlungen ausgesprochen werden. Dort, wo Menschen sich über Produkte austauschen und, wo Menschen anderen von speziellen Produktkäufen eher abraten.

Eine andere Definition von Social Commerce laut Wikipedia: “Unter Social Commerce (Empfehlungshandel, auch Social Shopping) wird eine konkrete Ausprägung des elektronischen Handels verstanden, bei der die aktive Beteiligung der Kunden und die persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander im Vordergrund stehen.”

Auch wenn Social Commerce noch relativ neu erscheint, wächst diese Branche mit rasanter Geschwindigkeit. Besonders im B2C, aber auch im B2B-Bereich ist diese Art von Kundengewinnung und –bindung äußerst interessant. Sicher gibt es weit mehr als nur fünf Gründe für den Einsatz von Social Commerce, jedoch möchte ich meine persönlichen Gründe nun gerne genauer vorstellen:

 

5 Gründe für Social Commerce

1. Netzwerkkraft nutzen

Soziale Plattformen werden zum Netzwerken genutzt. Communities blühen auf, weil Menschen sich mit anderen Menschen austauschen und helfen. Produktempfehlungen können sich im sozialen Netz wie spannende Gerüchte verbreiten. Sobald einer ein interessantes Gerücht in die Welt setzt, wird dieses weitergetragen, weitergetragen und weitergetragen. Freunde und Bekannte und dessen Freunde und Bekannte werden über das Gerücht informiert.

So funktioniert auch Social Commerce. Liked eine Person ein Produkt sehen die Freunde ebenfalls das Produkt. Diese informieren sich danach über das Unternehmen und werden über das Produktsortiment informiert. Ein Lauffeuer kann sich entfachen. Im Social Commerce sind tausende Netzwerke vorhanden. Es werden nie Einzelpersonen angesprochen, sondern immer ganze (Netzwerk-)Gruppen.

2. Wiedererkennungsmerkmale schaffen

Mit Social Media-Aktivitäten erhöhen Unternehmen ihren Bekanntheitsgrad im Netz. Auf verschiedenen Social Media Plattformen haben sie die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen und direkt mit Kunden „ins Gespräch zu kommen“. Die Bekanntheit von Produkten kann demzufolge durch Social Commerce drastisch gesteigert werden. Somit kann auch die Kaufentscheidung beschleunigt werden. Sind Kunden von Produkten begeistert, werden sie die Produkte weiterempfehlen. Somit werden das Netzwerk und die Bekanntheit des Unternehmens gestärkt.

Mag das Produkt, für das sich ein Bekannter oder Freund interessiert, für einen selbst im Moment irrelevant sein, kommt man wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf dieses zurück. Man wird sich an das Produkt bzw. vielmehr an die Empfehlung des Freundes erinnern. Hinterlässt ein Unternehmen bei einem breiten Kreis von Internetnutzern einen guten Eindruck, hat dies auch positive Auswirkungen auf das Image des Unternehmens. Das Weiterempfehlen von Webseiten und Produkten durch Links gehört zum Grundgedanken des Social Media Marketings. Womit ich zu meinem dritten Grund für Social Commerce komme:

3. Empfehlungsmarketing neu entdecken (von Mundpropaganda profitieren)

Mit dem Aufkommen und der immer wachsenden Beliebtheit von Social Media-Plattformen, steigt auch das Engagement zum Empfehlungsmarketing. Nirgends ist es einfacher Kunden von anderen Produkten zu begeistern, als im Social Web. Empfehlungen abzugeben ist ein ganz natürliches, menschliches Verhalten, das wir womöglich niemals abstellen können. Ratschläge und Tipps zu vergeben sowie Informationen mit anderen Menschen zu teilen gehören zu unseren absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Wir sind soziale Wesen, die so oft wie möglich dem Bedürfnis nachgehen sich anderen mitzuteilen, andere für etwas, was wir selbst tun, zu begeistern und ebenfalls zu Fans zu machen.

Warum funktionieren Empfehlungen?

Die heutigen Märkte sind gesättigt, wir werden heute mit einer Informationsflut überströmt. Vielen von uns fehlt es häufig an Orientierung. Eine Empfehlung ist daher oft wie ein Segen: Empfehlt jemand, sei es auch eine fremde Person, ein Produkt oder ein Unternehmen wird das dieses „sichtbar“ und man bringt dem Unternehmen automatisch mehr Vertrauen entgegen. Ebenfalls zu beachten sind die Kostenersparnisse, die Empfehlungen mit sich bringen. Empfehlen Kunden Proukte, muss das Unternehmen selbst weniger Marketing betreiben.

4. Kundengewinnung- und bindung durch besseren Service stärken

Dank Social Commerce besteht für Unternehmen durch den direkten Kundenkontakt die Chance eine stärkere Bindung zu den Kunden aufzubauen. Auch die Zielgruppe kann genauer untersucht werden. Machen Kunden bei Facebook auf bestimmte Probleme aufmerksam, kann sofort gehandelt werden. Zunächst kann auf die Kundenstimme reagiert und danach agiert werden. Somit bietet Social Commerce optimale Gelegenheiten den Kundenservice aktiv zu verbessern. Kundenbeziehungen können vereinfacht und beschleunigt werden.

(Kleinere) Probleme können über Facebook oder anderen Plattformen schneller gelöst werden als über lange Emailkontakte oder längeres Verweilen in Warteschleifen. Auch bei der Kundenbindung mithilfe von sozialen Netzwerken gilt, dass Kunden höchst loyal sind, solange Unternehmen die Beziehungen mit ihnen pflegen, ernst nehmen und die Kunden aktiv mit einbinden. Guter Kundenservice lässt sich erst dann erkennen, wenn auch in schwierigen Situationen das Unternehmen seinen Kunden zur Seite steht.

5. Kundenbedürfnisse kennenlernen

Social Media ist als Instrument die Zielgruppe anzusprechen immer noch neu. Unternehmen müssen umdenken und traditionelle Marketingkonzepte in Frage stellen. Unternehmen können heute ihre Kommunikationskanäle nicht mehr selbst bestimmen. Anders als in der Vergangenheit fließen Informationen von den Unternehmen nicht mehr eingleisig. Heute hat sich eine Eigendynamik entwickelt. Doch dies hat auch positive Aspekte: Unternehmen lernen ihre Kunden besser kennen. Liked ein Kunde ein Produkt oder ein Unternehmen werden die wahren Bedürfnisse der Kunden sichtbar. Durch Kommentare in Blogs oder Foren sogar noch besser. Unternehmen können so feststellen, wie die Kunden denken, was sie von dem Unternehmen erwarten, welchen Kundenservice sie wünschen, welche Anforderungen sie allgemein an das Unternehmen und an die Produkte haben. Diese Informationen können Unternehmen nutzen um ihren Shop und sich selbst zu verbessern. Der Kunde macht im sozialen Web seine Bedürfnisse noch sichtbarer.

Weitere interessante Infos zum Thema social commerce bei gründerszene.

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Über Annelie Möller

Annelie Möller ist Online Marketing Managerin der sitefuchs GmbH aus Rostock und hat Medien- und Kommunikationsmanagement studiert.
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2 Antworten auf 5 Gründe für den Einsatz von Social Commerce

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